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Wandel mit Perspektive: das Erstarken der erneuerbaren Energien

In den Medien reißen die Nachrichten nicht ab: Der CO2-Anteil in der Luft hat die 400-ppm-Grenze überschritten. Die Meeresspiegel beginnen zu steigen und werden in wenigen Jahren erste niedrig liegende Inselgruppen und Küstenstreifen unbewohnbar machen. Das Nordpolarmeer ist im Sommer immer länger auf einer immer größeren Fläche eisfrei. Die Ozeane versauern.

Kein Zweifel: Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist eines der größten Zukunftsrisiken der Geschichte. Zu einem entschiedenen und umfassenden Gegensteuern gibt es keine Alternative. Doch die Herausforderung ist gewaltig: Industrieproduktion, Energieerzeugung und persönlicher Lebensstil müssen mit den Ressourcen des Planeten in Einklang gebracht werden. Und das in einer Zeit, in der Wasser und fruchtbare Böden, klassische Energieträger und Rohstoffe knapp werden. Weltweit nimmt die Bevölkerung zu; immer mehr Menschen haben den berechtigten Wunsch nach Komfort und sicherer Versorgung, während Skeptiker radikalen Verzicht fordern.

Chance in der Krise

Doch die Medien könnten auch andere Nachrichten bringen – zum Beispiel 228,4 oder 43, 19 oder 262,2. Diese Zahlen stehen für erstaunliche und vor allem positive Trends im Bereich der erneuerbaren Energien: 18 der G20-Staaten verfügen gemeinsam über 228,4 Gigawatt Windstrom-Produktionskapazität. 2012 wuchs die weltweite Photovoltaik-Kapazität um 43 Prozent. Windenergie erlebte im selben Jahr einen Zuwachs um 45 Gigawatt oder 19 Prozent. Und die G8-Staaten haben zusammen 262,2 Gigawatt Hydroenergie-Kapazität (www.renewablesfacts.com)

Das Bild der globalen Zukunft hat also zwei Seiten. Und es scheint, als vollziehe sich eine stille Revolution: eine Energiewende, die Wind, Wasser und Sonne als wichtige und leistungsstarke Energieträger entdeckt und immer intensiver nutzt. Tatsächlich wenden sich bereits 138 Staaten den regenerativen Energien zu – veranlasst durch stetig knapper und teurer werdende Ressourcen, aber auch aus Verantwortungsbewusstsein und der Erkenntnis, dass es tatsächlich einen sinnvollen zukunftsfähigen Weg gibt. 127 Staaten – zwei Drittel davon Entwicklungs- und Schwellenländer – haben Förderprogramme aufgelegt (REN 21, Renewables 2013 Global Status Report, S. 14).

Eine der stärksten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit heißt Cleantech – saubere Technologien. Jedes Windrad, jeder Solarkollektor ist der Beweis, dass zukunftsfähige Energiesysteme prinzipiell funktionieren und das Klima aktiv geschont werden kann.

Die Fakten zu erneuerbaren Energien sind überzeugend:

  • Die Menge umweltschonend erzeugter Energie wächst immer stärker.
  • Die anteilige CO2 Emission bleibt nahe null.
  • Die Nutzung regenerativer Energie erzeugt keinen Müll.
  • Die Quellen für saubere Energie sind fast alle unerschöpflich.
  • Saubere Energieproduktion ist dezentral in fast allen Weltregionen möglich.
  • Durch Biomassenutzung können auch agrarisch geprägte Regionen Strom produzieren.
  • Die Elektrifizierung entlegener Gebiete erschließt Entwicklungschancen.
  • Windräder, Solarkollektoren und Biomassenanlagen bringen lokale Wertschöpfung.
  • Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze in Hersteller- und Anwenderländern.
  • Ökonomisches Erstarken weiterer Regionen fördert internationale Wirtschaftsbeziehungen.
  • Know-how-Transfer in Entwicklungs- und Schwellenländern ermöglicht erfolgreiche gemeinsame Anstrengungen gegen den Klimawandel.

Gutes Klima, gutes Geschäft

Der Trend zu sauberer, unabhängiger Energieerzeugung gewinnt immer stärkere Bedeutung. 2011 wurden bereits 19 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt, die 2012 eine Gesamtproduktionskapazität von 1.470 Gigawatt erreichten. Diese neue Industrie beschäftigt 5,7 Millionen Menschen (REN 21, Renewables 2013 Global Status Report, S. 13, 53), und jede Prognose erwartet weiterhin steigende Zuwächse (zum Beispiel GWEC/EREC/Greenpeace, „energy (r)evoltion. a sustainable world energy outlook“ und „BP World Energy Outlook 2030“).

Cleantech ist ein viele Milliarden Dollar schweres Geschäft und einer der größten Zukunftsmärkte geworden. 2012 wurden weltweit 244 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investiert, 46 Prozent davon in Schwellenländern (REN 21, Renewables 2013 Global Status Report, S. 14). Von 2020 bis 2025 wird ein weiteres jährliches Wachstum von 500 Milliarden US-Dollar erwartet (REN 21 Renewables Global Futures Report).

Kein Wunder, das sich auch der Finanzmarkt beteiligt und entsprechende Fonds und Investitionsmöglichkeiten geschaffen hat. Denn der Aufbau der künftig benötigten Kapazitäten erfordert auch weiterhin immense finanzielle Anstrengungen, die viele stark belastete Staatshaushalte beziehungsweise die Volkswirtschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern nicht allein aufbringen können.

Doch je schneller und stärker Energie- und Industrieproduktion umweltfreundlich werden, desto mehr nützt es allen. Klimawandel und Emissionen kennen derzeit kaum Grenzen, können und müssen aber begrenzt werden. Aus diesem Grund hat ThomasLloyd, eine führende globale Investmentbanking- und Investmentmanagementgruppe, im Jahr 2011 den ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund aufgelegt. Dieser finanziert und baut Erneuerbare-Energien-Kraftwerksprojekte unterschiedlicher Technologien in verschiedenen Ländern Asiens und reduziert durch seine hohe Projektdiversifizierung Ausfallrisiken signifikant. ThomasLloyd verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Sektor und ist auf den wachstumsstarken asiatischen Markt spezialisiert. In weltweit 22 Ländern hat das Management von ThomasLloyd bereits über 100 Cleantech-Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als drei Milliarden US-Dollar realisiert.

Positive Entwicklung mit globaler Perspektive

Der Fonds setzt seine Wirtschaftskraft dort ein, wo sie zur Gewinnung erneuerbarer Energien am effektivsten wirksam werden kann – für die Menschen vor Ort und private Anleger in Europa.

Vorhandene Wirtschaftskraft in die Schwellenländer zu tragen ist ein Gebot der Gerechtigkeit: Auch dort wollen die Menschen jetzt und in Zukunft sorglos und komfortabel leben. Die dafür nötige Güterproduktion muss daher so ressourcenschonend und die Energieproduktion so umweltneutral wie möglich sein.

Wie Scheich Abdil Aziz bin Ali Al Nuaimi, Ambassador der World Green Citizen, in seiner Ansprache auf dem ThomasLloyd Cleantech Kongress Europa 2013 sagte: „Die Umwelt gehört nicht Ihnen oder mir. Sie ist ein Geschenk unseres Schöpfers an uns alle. Um damit zu arbeiten, von ihr zu lernen, sie zu lieben, zu respektieren, gute Geschäfte zu machen, aber vor allem, um ein Erbe zu hinterlassen. Um diesen Planeten und diese Luft nicht nur für die nächste Generation zu hinterlassen, sondern der gesamten Menschheit.“

 
 

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